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46. Sarganser Predigt: Dem Leben zuliebe

Kurt Schmid —  Sarganser Predigt<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>refsargans.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>8</div><div class='bid' style='display:none;'>350</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>
Die Sarganser Predigt vom 30. April brachte viel Freude in die Gemeinde. Der Stiftungsratspräsident des WWF Schweiz, Kurt Schmid, vermochte die TeilnehmerInnen durch seine Präsenz und Authentizität abzuholen und für sein Anliegen zu gewinnen.
von

Bitte beachten Sie ganz unten die Fotos, den Zeitungsbericht! Vor allem aber können von dort aus die ganze Predigt hören.

Durch den Gottesdienst führte Pfarrer Rolf Kühni. Unter dem Motto „Dem Leben zuliebe“ ging Kurt Schmid dem Text des 104. Psalms nach. In gewaltigen Worten wird darin die Schönheit der Natur beschrieben und Gott gerühmt, der dies alles so weise gestaltet hat: Herr, was für Wunder hast du vollbracht!

Ohne die dramatische ökologische Situation weltweit zu verharmlosen, gelang es Kurt Schmid, die Gottesdienstteilnehmer mit erfreulichen Berichten positiv zu berühren und deren Motivation für den Umweltschutz zu stärken. Anhand nationaler Beispiele, mit Hinweisen aber auch auf die wachsende Sensibilität von Grossunternehmen, zeigte er auf, dass sich ein Einsatz lohnt. Hätten nicht einzelne, oft völlig machtlose Einzelpersonen und Gruppen immer wieder auf die Gefahren der Umweltzerstörung, des Missbrauchs der Schöpfung hingewiesen, wären wir heute in der Schweiz nicht da, wo wir stehen.

Er erzählte von einer weit gereisten Bekannten, die zu einem gediegenen Essen bescheiden ein Glas Wasser bestellte. Und sie sagte: Dieses Wasser, das wir in unserem Land einfach aus der Leitung fliessen lassen und mit Genuss trinken können, das gesund und rein ist, dieses Wasser ist ein unendlich grosser Schatz, der allerwertvollste aller Bodenschätze. Das war nicht immer so.

Sehr sympathisch fiel auf, dass sich der Gastprediger offensichtlich auch mit der regionalen Situation im Sarganserland befasst hatte. Das zeigte sich, als er auf das Projekt Kiesfang in Vilters und auf die wachsenden Biberpopulationen hinwies.

In einer abschliessenden Meditation von Rolf Kühni konnten die vielen positiven Impulse intensiviert werden: Ein ganz wesentliches Wunder, das Gott immer wieder vollbringt, besteht darin, dass er menschliche Herzen berührt und ihnen die Liebe zum Leben schenkt.

Als musikalische Überraschung beteiligte sich die Band „Vitamin C“ am Gottesdienst. Höchst gekonnt interpretierten sie bekannte Lieder in einem sanften Jazz-Sound. Gleichzeitig waren die drei Musiker in der Lage, Lieder aus dem Kirchengesangbuch so zu begleiten, dass die Gemeinde temperamentvoll mitsingen konnte.

Aus Psalm 104:

Auf, mein Herz, preise den HERRN!
Mein Gott, wie gross du bist!
In Hoheit und Pracht bist du gekleidet,
in Licht gehüllt wie in einen Mantel.
Den Himmel spannst du aus wie ein Zeltdach.
Droben über dem Himmelsozean hast du deine Wohnung gebaut.
Du nimmst die Wolken als Wagen
oder fliegst auf den Flügeln des Windes.
Du lässt Quellen entspringen und zu Bächen werden;
zwischen den Bergen suchen sie ihren Weg.
Sie dienen den wilden Tieren als Tränke,
Wildesel löschen dort ihren Durst.
An den Ufern bauen die Vögel ihre Nester,
aus dichtem Laub ertönt ihr Gesang.
Vom Himmel schickst du den Regen auf die Berge
und gibst der Erde reichlich zu trinken.
Du lässt das Gras spriessen für das Vieh
und lässt die Pflanzen wachsen,
die der Mensch für sich anbaut,
damit die Erde ihm Nahrung gibt:
Der Wein macht ihn froh,
das Öl macht ihn schön,
das Brot macht ihn stark.
Auch die grossen Bäume trinken sich satt,
die Libanonzedern, die du gepflanzt hast.
In ihren Zweigen nisten die Vögel,
hoch in den Wipfeln hausen die Störche.
Den Steinböcken gehören die hohen Berge,
in den Felsen finden die Murmeltiere Zuflucht.
Du hast den Mond gemacht, um die Zeit zu teilen;
die Sonne weiss, wann sie untergehen muss.
Schickst du die Dunkelheit, so wird es Nacht
und die Tiere im Dickicht regen sich.
HERR, was für Wunder hast du vollbracht!
Alles hast du weise geordnet;
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Alle deine Geschöpfe warten darauf,
dass du ihnen Nahrung gibst zur rechten Zeit.
Sie nehmen, was du ihnen ausstreust;
du öffnest deine Hand und sie alle werden satt.
Die Herrlichkeit des HERRN bleibe für immer bestehen;
der HERR freue sich an allem, was ER geschaffen hat!
Sarganser Predigt 46
01.05.2017
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Fotograf/-in
Irène Blatter

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Reformierte Kirchgemeinde Sargans•Mels•Vilters–Wangs
Zürcherstrasse 82, 7320 Sargans
081 710 43 01
Autor: Rolf Kühni
Bereitgestellt: 02.04.2017
Besuche: 68 Monat